Was kostet ein Anwalt im Strafrecht?

3. Juni 2010 | Von | Kategorie: Die wichtigsten Fragen, Kosten Strafverteidiger

Wichtig bei der Frage, was die Tätigkeit eines Strafverteidigers kostet, ist die Transparenz für den Mandanten. Er muß wissen, mit welchen Kosten er im Strafverfahren zu rechnen hat. Es gibt für einen Anwalt zwei Möglichkeiten, mit dem Mandanten abzurechnen. Zum einen kann er das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) heranziehen. Darin sind die Gebührensätze für Rechtsanwälte in den verschiedenen Tätigkeitsbereichen (Strafrecht, Zivilrecht, Ordnungswidrigkeitenrecht, außergerichtliche Tätigkeit) geregelt. Meist sind dies Rahmensätze, innerhalb derer der Rechtsanwalt einen gewissen Spielraum für die Festsetzung seiner Gebühren hat. Für Tätigkeiten von großem Umfang oder mit besonderen Schwierigkeiten ist es zulässig und angemessen, einen höheren Gebührensatz anzusetzen als für Tätigkeiten, die einfacherer Art sind. Für den Mandanten birgt dies die Sicherheit, daß sich der Rechtsanwalt auch mit der gebotenen Zeit mit dem Fall beschäftigt.
Zum anderen kann der Rechtsanwalt mit Ihnen eine Honorarvereinbarung abschließen. Das sollte in Ihrem Interesse immer schriftlich geschehen. Darin kann zum Beispiel ein Pauschalbetrag vereinbart werden, die Höhe des Stundensatzes oder Beträge für jedes Verfahrensstadium. Dies hat für den Mandanten den Vorteil, daß er schon zu Beginn des Strafverfahrens genau weiß, welche Kosten auf ihn zukommen. Auch wenn das Interesse der Mandanten häufig auf Kosteneffektivierung gerichtet ist, sollten Sie bedenken, daß gute Arbeit auch gutes Geld verlangt. Anwälten, die Ihnen Dumpingpreise anbieten, sollten Sie zumindest mit Vorsicht begegnen. Scheuen Sie sich nicht, die Frage der Kosten in unserer Kanzlei offen anzusprechen. Wir werden die Kosten der Verteidigung eingehend mit Ihnen besprechen und eine Lösung finden. Weitere Informationen finden Sie unter ‚Kosten eines Strafverteidigers‚.



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