Ihre Rechtsanwälte in Berlin bei einer Durchsuchung

Wohnungsdurchsuchung und Hausdurchsuchung

In vielen Strafverfahren bzw. Ermittlungsverfahren kommt es zu einer Durchsuchung der Wohnung oder der Geschäftsräume des Beschuldigten oder eines Dritten. Für die Polizei und die Staatsanwaltschaft ist die Durchsuchung – neben der Vernehmung von Zeugen – eines der effektivsten Mittel, um an Beweismittel heranzukommen. In aller Regel erfährt der Betroffene erstmals bei der Durchsuchung davon, dass gegen ihn wegen einer Straftat ermittelt wird.
Das Gesetz – hier die Strafprozessordnung (StPO) – unterscheidet zwischen der Durchsuchung beim Verdächtigen (§ 102 StPO) und der Durchsuchung bei einer anderen Person (§ 103 StPO). Wurde bei Ihnen nach § 102 StPO durchsucht, sind sie also selbst der Beschuldigte des Strafverfahrens, wurde hingegen nach § 103 StPO durchsucht, sind sie in einer Rolle, die mit der des Zeugen vergleichbar ist.

Die gesetzlichen Voraussetzungen der Durchsuchung

Die gesetzlichen Anforderungen unterscheiden sich ebenfalls. Bei der Durchsuchung beim Dritten (§ 103 StPO) darf nur nach bestimmten Gegenständen und Spuren gesucht werden, darüber hinaus müssen konkrete Tatsachen dafür sprechen, dass das Beweismittel bei dem Betreffenden zu finden sein wird. Was genau gesucht wird und welche Tatsachen das sind, ergibt sich aus dem Durchsuchungsbeschluss.

Polizeiwagen bei Hausdurchsuchung

Nicht immer Ihr Freund und Helfer

Sehr viel geringer sind die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Durchsuchung beim Beschuldigten. Hier genügt die einfache Vermutung, dass Beweismittel zu finden sind, darüber hinaus müssen auch keine konkreten Tatsachen diese Vermutung stützen. Steht beispielsweise jemand im Verdacht, mit Betäubungsmitteln (Drogen) zu handeln, dann kann (und wird in aller Regel) seine Wohnung durchsucht, weil zu vermuten ist, dass dort Beweismittel zu finden sind. Bei diesen Beweismitteln muss es sich auch nicht um bestimmte Gegenstände handeln, der Durchsuchungsbeschluss wird sich in aller Regel auf Betäubungsmittel, Händlerutensilien und anderes Zubehör beziehen.

Bei Durchsuchung: Rechtsanwalt / Strafverteidiger einschalten!

Die Durchsuchung ist für die Betroffenen in aller Regel äußerst belastend und meistens ein großer Schock. Häufig finden Durchsuchungen von Wohnungen sehr früh am Morgen statt, was die Situation noch unangenehmer macht. Die Polizisten versuchen die Überrumpelung häufig auszunutzen, um die Beschuldigten spontan zu den Vorwürfen zu befragen oder zu vernehmen, und zwar bevor ein Rechtsanwalt informiert wurde. Wichtigster Ratschlag: Schweigen Sie! Sie sind nicht verpflichtet, Aussagen zu machen. Sie verschlechtern Ihre Situation, wenn Sie unvorbereitet Angaben zu den Tatvorwürfen machen. Sie können immer noch eine Aussage machen, wenn Ihr Rechtsanwalt Akteneinsicht genommen hat.
Noch während oder unmittelbar nach der Durchsuchung sollten Sie einen Strafverteidiger einschalten! Die Durchsuchung zeigt, dass Ihnen keine Bagatelltat vorgeworfen wird! Würde die Staatsanwaltschaft die Vorwürfe nicht ernst nehmen, dann hätte man keine Durchsuchung beantragt. Deshalb ist es wichtig, einen Rechtsanwalt für Strafrecht zu informieren. Am besten noch während der Durchsuchung, spätestens aber unmittelbar im Anschluss. In Berlin sind wir im Falle einer Hausdurchsuchung auch außerhalb der Bürozeiten über unseren Anwaltsnotdienst zu erreichen, während der Bürozeiten finden Sie unsere Rufnummer auf der Kontaktseite.



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