Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr und trotzdem den Führerschein behalten?

30. Januar 2014 | Von | Kategorie: In eigener Sache

 

Alkohol am Steuer?

Alkohol am Steuer?

Vorwurf: Alkoholfahrt und gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr

Ganz so einfach ist es auch nicht, aber eine durchdachte Strafverteidigung macht sich bezahlt! Dem Beschuldigten wurde ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr und eine fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen. Was war geschehen? Der Beschuldigte sei nach der These der Amtsanwaltschaft alkoholisiert Auto gefahren, habe die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und ein anderes Auto beschädigt sowie eine andere Person verletzt. Nach dem Unfall stiegen der Beschuldigte, auf dessen Vater der PKW zugelassen war, sowie eine weitere Person, die keine Fahrerlaubnis besaß, aus dem Auto. Der Beschuldigte klagte über Schmerzen im Bauchbereich. Die Polizei vor Ort ging davon aus, dass der Beschuldigte der Fahrer gewesen sei und beschlagnahmte den Führerschein, womit eine vorläufige Entziehung der Fahrerlaubnis verbunden gewesen war; das Amtsgericht bestätigte dies. Der „Führerschein“ war also weg. Der dagegen von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht Dr. Elobied eingelegten Beschwerde half das Amtsgericht nicht ab. Das Landgericht hob die Beschlagnahme des Führerscheins hingegen auf und schloss sich der Argumentation der Verteidigung an, dass nicht auszuschließen sei, dass der Begleiter des Beschuldigten das Fahrzeug geführt habe. Das Landgericht unterrichte Rechtsanwalt Dr. Elobied von der Aufhebung der Beschlagnahme vorab telefonisch und er konnte den Führerschein dort abholen und seinem Mandanten aushändigen. Da es das Landgericht zugleich wegen der Schmerzen im Bauchbereich – diese hätten durch den Aufprall auf das Lenkrad verursacht worden sein können – für möglich hielt, dass der Beschuldigte der Fahrer des PKW gewesen war, wurde Anlage erhoben: es drohte die Entziehung der Fahrerlaubnis. Dort konnte nach kontroverser Hauptverhandlung am zweiten Hauptverhandlungstag eine Einstellung des Verfahrens erzielt werden. Der Mandant behielt den Führerschein und die Fahrerlaubnis.

 

 



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